Planet Metax - Chaos & Logik

Meine Erfahrungen mit dem HTC Desire

25. Jul 2010 Meine Erfahrungen mit dem HTC Desire

Letzten Freitag kam endlich das erwartete Paket: ein neues Smartphone - das HTC Desire.

Da ich vorher nur ein billiges Standardhandy ohne außergewöhnliche Funktionen hatte (es konnte telefonieren, SMS verschicken und das war's im Grunde auch schon), ist ein Smartphone schon eine ziemlich neue Erfahrung für mich.

Alles was mit mobilen Endgeräten zu tun hatte, war für mich früher mehr oder weniger uninteressant - aber das ist jetzt hoffentlich vorbei.

Ich bin auf das Gerät gekommen, weil mein altes Handy so langsam den Geist aufgibt und ich schon länger mit der Erfahrung spiele, mir da mal was Neueres zu holen. Die Kollegen am Lehrstuhl haben mir eine kleine Beratung gegeben, und dann habe ich mich für das Desire entschieden ...

Die Bestellung

Bis ich das Gerät überhaupt mal bestellt hatte - das ist ne Geschichte für sich.
Es hat sich herausgestellt, dass das Gerät wohl im Moment sehr begehrt ist - zumindest war es in den meisten Shops gerade ausverkauft. Und außerdem war die Preisspanne vom biligsten zum teuersten so ca. 100 Euro. Und nur die teueren Shops hatten das Ding gerade auf Lager.

Ich habe mich dann durch verschiedene Preisübersichten im Netz geklickt und habe dann bei einem recht günstigen Shop bestellt, der das Handy angeblich "auf Lager" hat.

Nach zwei Tagen kam dann aber eine Mail, dass es zu Lieferverzögerungen kommen wird. Ich habe noch 2 Wochen gewartet und dann doch eine Stornierungsmail geschrieben. Kurz darauf kam eine Nachricht, dass das Gerät jetzt verschickt wurde. Jippie!

Auspacken und Einrichten

Das Auspacken und Ausprobieren bei sowas ist immer das Schönste - ein Gefühl wie Weihnachten!

Das Desire ist mit dem Bestiebssystem Android 2.1 von Google ausgestattet.
Das schlägt sich darin nieder, dass fast alle Dienste von Google in irgendeiner Weise unterstützt werden.
Außerdem ist eine tiefe Integration von „Social Media“ Diensten, wie Twitter, YouTube oder Facebook vorhanden.

Das ist mir nur recht, denn ich benutze selbst schon einige Dienste von Google, und auf Twitter habe ich auch einen Account.

Internet und Synchronisation

Die Internetverbindung über W-Lan hat eigentlich auf Anhieb geklappt. Ich musst mir zwar dafür extra einen (billigen) W-Lan Router zulegen, aber ohne Internetanschluss ist ein Smartphone ja nutzlos.

Ich habe zwar auch einen Datentarif gebucht, aber der will irgendwie nicht so recht funktionieren. Außerdem ist der eher für unterwegs.

Das Synchronisieren von Dateien geht bequem per USB. Ich habe vor, mir noch eine USB-Docking Station zuzulegen, dann ist das ganze noch bequemer.

Die Apps lassen sich über das Netz aus dem „Marktplatz“ installieren. Es gibt für fast alles ein App, und oft sogar kostenlos.
Ich plane, sobald ich mich in die Java-API von Android eingelesen habe, auch zu versuchen, ein paar Apps zu schreiben. Da müsste sich mit Internetzugang, GPS und Google Maps bestimmt was cooles machen lassen.

Apps und Dienste

Die wichtigsten Dienste sind schon von Haus aus installiert:

Ein paar Sachen musste ich aber nachinstallieren. Zum Beispiel war kein Task-Manager und Datei-Browser installiert.
Da ich aber gerne die Kontrolle über mein System habe, musste ich das Nachrüsten.

FeedR

Auch ein RSS-Reader war leider nicht verfügbar.
Ich habe meine Feeds aus praktischen Gründen auf den Google Reader umgestellt, und habe mir dafür die App FeedR für $0.99 gekauft. Und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden damit.

Für Podcasts habe ich mir auch die kostenlose App Hapi Podcast zugelegt. Darin kann ich Feeds anlegen, die mir regelmäßig synchronisiert werden. Die Podcast-Folgen kann ich dann im Hintergrund runterladen lassen und bei Bedarf anschauen.
Leider scheint die App mit einigen Feeds nicht gut zurecht zu kommen. Für diese Fälle muss ich dann halt auf FeedR ausweichen (welcher leider die Funktion, die Inhalt im Vorraus runterzuladen, nicht hat ...).

Hapi Podcast

Was außerdem noch ziemlich cool ist, ist der Barcode-Scanner. Damit kann man mit der Kamera einen Barcode (bzw. QR-Code) abscannen und kriegt den Inhalt des Codes angezeigt (eine URL oder einen Text).

Damit kann man mobile URLs bequem bereitstellen, indem man einfach einen QR-Code dafür als Bild in die Seite einbindet.
Der Benutzer kann dann den Code mit seinem Smarphone scannen und sofort die darin enthaltene URL aufrufen.

Zu guter Letzt ist natürlich noch Google Maps mit an Bord. Abgesehen von Anwendungen wie Navigationssoftware hat man damit immer eine Mini-Karte der Umgebung verfügbar. Außerdem lassen sich noch ein paar nette Anwendungen, wie das Finden der nächsten Bushaltestelle oder Ähnliches, realisieren.

Zubehör

Zubehör


An Zubehör war mit dabei:

Ein USB-Kabel mit Steckdosen-Adapter. Das erachte ich als sehr wichtig; da kann ich das Handy nämlich über Nacht an den Strom hängen ohne einen Computer laufen zu lassen (der Akkuverbrauch ist leider - ja nach Nutzung - wirklich verdammt hoch!).

Dann sind da noch ein paar original HTC Kopfhörer mit Bedienelement in der Mitte mit dabei.
Das ist insofern doof, weil ich mir extra ein paar Kopfhörer mitbestellt hatte (auch noch die gleichen). Naja, ich muss die dann halt zurückgehen lassen ...

Außerdem habe ich mir noch eine micro-SD-Karte mit 16GB dazubestellt, weil die mitgelieferte Karte mit 4 GB doch recht mickrig ist.
Weil ich das Handy auch als MP3-Player nutzen will, ist ein bisschen Kapazität auch sehr wichtig (die Karte ist mittlerweile schon mit MP3s gefüllt).

Ach ja: was leider nicht dabei ist, ist eine Hülle und ein Stift für das Display.
Für normale Aktionen ist das Touchscreen doch sehr praktisch, aber zum Tippen sidn die Fanger dann manchmal doch etwas unpraktisch. Aber ich glaube, ich werde auf einen Stift verzichten.

Das mit der Hülle ist aber schon problematischer.
Ich habe zumindest Bedenken, das teure Gerät einfach so in die Hosentasche oder den Rucksack zu stecken - dafür sehen die Oberflächen einfach zu empfindlich aus.
Ich habe mir jetzt eine Hülle dafür aus Leder dazubestellt. Ich hoffe, die wird auch bald kommen.

So, das wars erstmal mit meinem Erfahrungsbericht.

Aber ich denke, ich werde in nächster Zeit noch ein paar Sachen über Android oder das Desire bloggen.

Und außerdem: Jetzt habe ich endich eine funktionierende Kamera, deswegen könnte es ab jetzt hier auch ein paar Bilder geben ...

Schlagworte: Android, Hardware, Smartphone, Technik
Veröffentlicht am 25.07.2010 23:11 in Hardware | 2 Kommentare »

Kommentare

1
18.11.2010 09:14 Der Clem

Hallo!

Schade, hätte mich über ein paar mehr Erfahrungswerte gefreut.

Aber 2 kürze Korrekturen: es muss eine MICRO-SD sein, keine "normale" SD, denn die wird nicht passen.

Und nen Stift wirst Du für das Desire schwer finden, denn kapazitive Screens arbeiten nicht mehr auf DRUCK, daher funktionieren die handelsüblichen Stifte auf dem Display nicht.

Gruß,
der Clem

2
18.11.2010 13:07 Christian

Hi,
du hast natürlich recht - es handelt sich um eine mirco-SD Karte.
Und das mit dem Stift habe ich wieder aufgegeben. Es gibt zwar Stife für kapazitive Displays, aber wenn man nicht gerade dreckige Finger hat, ist die normale Touchscreen-Benutzung eigentlich kein Problem.

Was für Erfahrungswerte würden dich noch interessieren? Welche Funktionen und Apps ich hauptsächlich nutze? Welche Probleme das Gerät macht? Wie lange der Akku hält?

Gruß, Christian

Kommentar schreiben:

Mit (*) gekennzeichnete Felder sind optional.
BBCode im Kommentarfeld erlaubt.